Panini

465363_r_k_b_by_stephanie-hofschlaeger_pixelio-neude1“Panini” läßt einen zunächst an Brot denken. Pane - Panini - kleine Brötchen - ist doch klar. Wozu ist man Sprachwissenschaftlerin.

Stop! Falsch! U-Turn ist angesagt. “Panini” ist auch der Name von diesen kleinen netten Fußball-Bildchen, die zur WM-Zeit mit Leidenschaft von Groß und Klein - vorzugsweise männlich - eingeklebt werden.

… Im verstörten Blick des Kindes wurde einen Moment lang der ganze Panini-Irrsinn sichtbar, der den Prenzlauer Berg in Berlin oder das Münchner Glockenbachviertel in diesem Sommer ergriffen hat. Im Kindergarten besitzen fast alle Jungen ab vier ein Album; in den Tupperschüsseln, die sie in ihren Rucksäcken mit sich tragen, sind keine Gurkenscheiben mehr, sondern die doppelten Bilder, vom Vater täglich neu geordnet und mit Gummiband fixiert. Zum Ende der WM nun, als die Lücken in den Alben immer spärlicher wurden, kam endgültig zum Vorschein, wer in der Familie eigentlich sammelt. Süddeutsche Zeitung, Familie, Heft 28/2010

Tatsächlich kann ich als Mutter eines schulpflichtigen Sohnes derartige Wesenszüge bei meinem Mann erkennen, wenn er in die Panini-Sammelwut verfällt und mich terrorisiert endlich meine Freundin anzurufen, ebenfalls Mutter eines Panini-Bilder sammelnden Sohnes, und nachzufragen, wann man sich den zum Tauschen der Doppelten endlich treffen könnte.

Hallo! Wo sind wir denn?

Gab es denn solche Bilder-Tausch-Aktionen in seiner Jugend nicht? Muß da was nachgeholt werden?

Heimlich sammelt er ja schon seit Monaten im Büro und hat sich erst nach versehentlichem Outing dazu bereit erklärt, seinem Sohn ebenfalls ein Panini-Heft zu spendieren. Worauf dann gleich die fehlenden Tauschfähigkeiten unseres Sohnes an den Pranger gestellt wurden. Hä?!

Jetzt kann man hier retournieren, dass auch ich gewissen Teenie-Lastern verfallen bin und mich neuerdings brennend für sämtliche “Twilight”-Bücher und Filme interessiere.

Hallo, wie alt bin ich eigentlich?

N’s Diary

Lake Windermere

Lake Windermere

Auch ich habe Dinge erlebt.

Gerade wieder habe ich den letzten England-Urlaub mit meiner Familie Revue passieren lassen. Und siehe da, ein paar witzige Erlebnisse haben sich hervorgetan, die ich fast schon wieder vergessen hatte.

Es handelt sich um unseren Urlaub in England im Lake District Ende August / Anfang September 2009 - eine Woche:

Nach langem Drängen hat meine Familie endlich eingewilligt eine Woche Urlaub im Lake Distrikt am Lake Windermere zu machen, zusammen mit anderen Mitgliedern unseres Freundeskreises Diessen-Windermere.

Gesagt getan: Flug gebucht mit Ryan Air, Memmingen – London Stanstead = super billig, super chaotisch, wir sind angekommen! Danach haben wir uns ein Auto gemietet und in deutscher Rechts-Fahr-Manier fast einen Riesen-Crash im englischen Links-Verkehr ausgelöst. Aber … wir sind ohne größere Schrammen nach 4 1/2 Stunden Fahrt angekommen.

Ambleside - Appletree Cottage

Ambleside - Appletree Cottage

Es war 9 Uhr abends, es regnete, zu sehen war so gut wie nichts und trotzdem haben wir unser gemietetes Ferien-Cottage - übrigens ein sehr unkomplizierter und kundenfreundlicher Ferienhausanbieter - erreicht.

Und mitten im britischen Nirwana trafen wir prompt auf ein super freundliches, englisches Ehepaar, das uns geholfen hat, in unser Häuschen hinein zu gelangen.

Siehe da: ein Juwel von einem Cottage: ein altes, englisches Arbeiter-Reihenhaus auf liebevollste Art perfekt renoviert und mit einer überirdisch guten Heizung ausgestattet (neben vielen anderen wunderbaren Details wie echtem Kamin, Himmelbett, toll ausgestatteter Küche usw.).

Unsere Stimmung besserte sich von Minute zu Minute. Genau an diesem Abend war das nette Grillfest bei Borer’s in Windermere, das wir leider verpassten. Alle anderen Twinning-Diessener schwärmen noch heute davon. N’s Diary, 29. August 2009

So war’s wirklich. Und es fühlt sich an wie gestern.

- to be continued -

J’s Diary

“Nothing for Ungood” is a very special diary of an American named “John” working for a German company. Thanks to Reinhard Riehl, Südvers-Gruppe for this perfect description of German nationality.


Germans must eat exactly one warm meal per day

I am not sure what would happen to a German if they mistakenly eat two heated meals in one day, but I am sure it would be devastation, because all Germans make sure that they eat exactly one warm meal each day.

In fact, if you eat with your colleagues at work in the cafeteria, you can tell which ones are married, because they will grab a salad and a roll, then remind you that they have a wife at home who will cook warmes for them later. Even if the cafeteria is serving their favourite heated dish, the German must consider that his wife will cook later, and he cannot break the cardinal rule of never, ever, under any circumstances, eating two meals above room temperature in one calendar day. Nothing for Ungood, April 17th, 2008

Knowing that all Germans not only love their German food specialties (in Bavaria in fact Schweinebraten together with a true “Mass” of beer), but are also forced to have a warm meal at least once a day, because Germany starts to enter the next ice age for the weather deteriorates minute per minute and day per day (just look outside), maybe helps to understand German mentality.

Of course, eating more than one “Schweinebraten mit Knödel und Blaukraut” increases your Cholesterol level to such an extent that your life expectancy decreases enourmously in the short as well as in the long run.

Therefore: one warm meal per day is enough. No more - no less

- to be continued -

Cats and dogs in Luzern

Jesuitenkirche am Vierwaldstätter See

Jesuitenkirche am Vierwaldstätter See

Vierwaldstätter See, Juchhee!

Das Hotel Montana liegt angeblich wunderschön gelegen direkt überhalb des Sees mit angeblich traumhaftem Blick.

In der Lobby sitzend stelle ich mir das wunderbar vor, die Realität sieht allerdings grausam anders aus. Regen, Nebel und sichtbare Kälte.

It’s raining cats and dogs in Luzern.

Das Hausdach schräg unter uns ist noch erkennbar, dann ist aber auch schon Schluß. Es zieht mich irgendwie auch nichts in diese angeblich zauberhafte Stadt. Mein Zimmer ist noch nicht hergerichtet. Die Thermounterwäsche und das nicht vorhandene Regencape noch im Koffer und ich bleibe liebe bei “Gershwin”-Musik in der Hotellobby auf meinem lila Kuschel-Plüschsofa sitzen und genieße die Aussicht.

So alte Schweizer Grandhotels haben schon was. Als Sprachler freue ich mich nicht nur über den Deutsch-Schweizer-Akzent, sondern auch über den leicht französischen Einschlag. Wir orientieren uns gen Westen in Richtung französische Schweiz. Salut!

So, was kann man denn hier so machen? Der Cappuccino schmeckt schon mal nach italienischer Schweiz. Mein Web zeigt mir die schönsten Bilder von der Kapellbrücke (ist angeblich in der Vergangenheit schon einmal abgebrannt), vom historischen Wasserturm, dem angeblich meistfotografierten Wahrzeichen der Schweiz, Löwendenkmal, Jesuitenkirche, Nadelwehr, und und und ……

Nur sind die Bilder alle bei Sonnenschein mit lauter lächelnden Touristengesichtern aufgenommen worden. Heute ist es da schon schwieriger. Allein die Sehenswürdigkeiten zu finden dürfte nicht so einfach sein. Eigentlich hätte ich den Kompass meiner Kinder mitnehmen sollen. Hätte geholfen. In modernen Zeiten habe ich natürlich mein Handy samt GPS und Navi dabei und sollte damit auch hinkommen.

Also los geht’s - Grüezi!

Translating Emma Thompson

446966_r_k_by_a-friedrich-baack_pixeliode2Deutsch-Englisches Experiment / deutsches Original mit englischer Übersetzung

Nanny McPhee die zweite / Nanny McPhee the second. Zweiter Teil der berühmten Kindermädchen-Saga kommt in Kürze in deutsche Kinos / Second Part of the famous nanny-saga comes to German cinemas soon. Mit Emma Thompson in der Hauptrolle als häßliches, unheimliches, zauberhaftes Kindermädchen. Featuring Emma Thompson as hideous, scary and enchanting nanny in the leading role.

Emma Thompson gab in der letzten Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung ein Interview mit folgendem Auszug / Emma Thompson gave an interview in the last weekend edition of the “Süddeutsche Zeitung”:

…ergebene Männer / devoted men

Jetzt bin ich mit einem Mann verheiratet, der ergeben ist, und ich schätze das wirklich sehr. Ich mag Männer, die liebenswürdig sind. Männer, die die Frauen lieben - also die Frauen, mit denen sie verheiratet sind. Ich respektiere auch Männer, die alle Frauen lieben und sagen: Ich könnte keiner Frau treu sein. Was ich nicht respektiere, sind Männer, die ihren Frauen untreu sind. Und natürlich umgekehrt. Wenn Menschen einander betrügen, ist das unfair und grausam.

At the moment I am married to a man who is devoted which I appreciate very much. I like men who love women, so to say women they are married to. I also respect men who love all women saying: I could not be faithful to any woman. What I don’t respect are men being unfaithful to their women. And of course vice versa. If humans cheat on each other, it’s unfair and cruel. Süddeutsche Zeitung vom/of 27./28. März/March 2010

Was ist der Punkt? What’s the point?

Beide Texte unterscheiden sich, die Übersetzungen sind kulturell bedingt anders / Both texts are different, the translations differ due to cultural differences.

“Ergeben Männer” klingt dämlich, “Devoted men” means something different:

“anhänglich, hingebungsvoll, zugetan, in Liebe ergeben” leo

are the options.

So what?

Recent Comments
  • Anne: Aber Nadia: da soll er schön selber anrufen (das stärkt die Selbständigkeit und ist wichtig für die kindliche...
  • Nadia: Hi Petra, ehrlich gesagt, bist Du Teil der verschleckten Familie!!! Gruß Nadia
  • Petra: Als Mitglied der “verschleckten Familie” wäre ich gerne dabei.
  • Nadia: Du kennst meine Kochqualitäten. Ich fürchte, ich muß passen. Aber danke für das Angebot. Liebe Grüße Nadia
  • Anne: Wie - bestellt?? Ich dachte, du hast das Rezept selbst ausprobiert?! Solche Sachen kannst du doch nicht immer...